Prostatakarzinom - Informationen und Therapie


Das Prostatakarzinom ist der häufigste Tumor bei Männern – auch in Berlin: Pro Jahr erkranken derzeit über 60.000 Männer in Deutschland neu an dieser bösartigen Tumorart, deren Diagnose durchschnittlich im Alter von 69 Jahren gestellt wird. Eine Früherkennung bietet in der Regel die Möglichkeit, ein Prostatakarzinom im Anfangsstadium gut mit einer Therapie behandeln zu können. Unterschiedliche Therapieverfahren kommen zur Anwendung – je nach Ausprägung des Krankheitsbildes.

 

Symptome für Prostatakarzinom

Da das Prostatakarzinom im Anfangsstadium meist symptomlos ist, erfolgt die Diagnose meist durch eine Früherkennungsuntersuchung, z.B. den PSA-Test (Prostata-spezifisches Antigen), den wir auch in unserer Praxis in Berlin durchführen. Beim frühen Prostatakarzinom treten in der Regel keine Beschwerden auf. Probleme beim Wasserlassen hingegen sind eher ein Anzeichen für eine gutartige Prostatavergrößerung. Entsprechend der wissenschaftlichen S3-Leitlinie wird mit 40 Jahren die erste Früherkennungsuntersuchung auf Prostatakrebs empfohlen. In unserer Praxis Aturo in Berlin schließen wir uns dieser Empfehlung an.

 

Diagnostik bei einem Prostatakarzinom

Um ein Prostatakarzinom im Frühstadium diagnostizieren zu können, ist ein PSA-Test notwendig. Ist er erhöht, muss weiter abgeklärt werden, ob es sich um einen Tumor, eine Prostatavergrößerung oder eine Entzündung handelt. Auch die rektale Tastuntersuchung gehört zur diagnostischen Abklärung. Eine weitere Methode, die zum Einsatz kommt, ist die Ultraschalluntersuchung. Sollten hier Auffälligkeiten zu sehen sein, entnimmt der Arzt zusätzlich eine Gewebeprobe (Biopsie), um den Nachweis von malignen Zellen erbringen oder sie ausschließen zu können. Wenn die Indikation dies nahelegt, kann bei uns in Berlin auch auf eine neue molekulargenetische Methode mittels PCA3-Test zurückgegriffen werden. Nach Abschluss der Untersuchungen wird dem Patienten bei Bedarf eine Therapie empfohlen, die in der Regel entweder stationär oder ambulant in Berlin stattfinden kann.

 

Ursachen von Prostatakarzinom

Bislang konnte eine bestimmte Ursache für die Entstehung von Prostatakrebs nicht abschließend nachgewiesen werden. Eindeutig ist jedoch ein Zusammenhang zwischen hohem Alkoholkonsum und dem Auftreten eines Prostatakarzinoms. Auch ist festzustellen, dass eine gehäufte Diagnose von Prostatakrebs bei jungen Mitgliedern innerhalb einer Familie darauf hindeutet, dass es hierbei möglicherweise einen genetischen Einflussfaktor gibt. Sicher ist, dass das Tumorwachstum hormonabhängig ist. Allerdings gibt es bisher keine zugelassenen Medikamente, um einem Prostatakarzinom wirksam vorzubeugen. Bei der Therapie hingegen können Hormone eine Rolle spielen.

 

Therapie beim Prostatakarzinom

Die Therapie des Prostatakarzinoms ist vom jeweiligen Stadium der Erkrankung abhängig. Im Frühstadium wird heutzutage oftmals – auch bei uns in Berlin - in Absprache mit dem Patienten die sogenannte „Aktive Überwachung“ gewählt, bei der der Tumor engmaschig kontrolliert und beobachtet wird, solange er nur sehr langsam wächst und keine Beschwerden verursacht. Andernfalls, solange der Tumor auf das Organ beschränkt ist, kommen eine Operation, d.h. die Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie), eine äußere Bestrahlung oder die Bestrahlung von innen mit implantierten winzigen radioaktiven Metallteilen, sogenannten „Seeds“, zum Einsatz (Brachytherapie). Eine andere Form der Brachytherapie ist das „Afterloading“, bei dem stärkere Strahlungsquellen nur wenige Stunden im Körper verbleiben. Beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom ist die hormonelle Therapie (Hormonentzug) oder auch eine Chemotherapie meist das Mittel der Wahl. Einige neuere Verfahren befinden sich in der Prüfungsphase. Unsere Praxis in Berlin arbeitet in der Therapie eng mit der Charité zusammen.