Osteoporose - auch ein Männerthema

Die Osteoporose des Mannes ist zwar nicht so häufig wie bei der Frau, jedoch deutlich häufiger als noch bis vor kurzem angenommen. Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung und durch eine erniedrigte Knochenmasse und Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochens gekennzeichnet. Dadurch besteht eine erhöhte Brüchigkeit des Knochens.

 

 

Ursachen

OsteoporoseDie häufigste Form der sogenannten sekundären Osteoporose beim Mann ist der Hypogonadismus (Mangel an männlichem Sexualhormon Testosteron). Ab etwa dem 50. Lebensjahr ist eine Abnahme des Testosteron-Serumwertes um ca. 1%/Jahr zu beobachten. Auch eine antihormonelle Medikation, z.B. im Rahmen einer Prostatakarzinomerkrankung, führt zu einem verstärkten Knochenabbau (4 - 5%/Jahr). Andere wesentliche Faktoren für die Entwicklung einer Osteoporose sind der Langzeit-Cortisoneinsatz, Nikotinkonsum, Bewegungsmangel, Erkrankungen der Schilddrüse oder ein Vitamin-D3-Mangel.

 

 

Symptome der Osteoporose

Im Anfangsstadium ist die Osteoporose meist ohne Symptome, weil der für die Krankheit typische Verlust an Knochensubstanz noch keine Schmerzen verursacht. Erste spürbare Beschwerden können Rücken- und Knochenschmerzen sein, später der chronische Schmerz, eine Größenabnahme, Rundrückenbildung und im schwerwiegenden Fall Knochenbrüche.

 

 

Diagnostik

Die Diagnosestellung erfolgt durch eine ausführliche Anamnese, körperliche Untersuchung, Knochendichtemessung (DXA oder Q-CT), Röntgen- und Laboruntersuchung. Der Umfang der Diagnostik wird vom Arzt/Ärztin individuell festgelegt.

 

 

Behandlung

OsteoporoseIst Osteoporose behandelbar? Ja.


Die Therapie gliedert sich in eine Basistherapie und spezifische Behandlung. Die Grundlage bildet die Versorgung mit ausreichend Vitamin D und Calcium. Dazu gehört auch eine knochenfreundliche Ernährung und regelmäßiges moderates Muskel- und Koordinationstraining. Es steht eine Palette von Medikamenten mit unterschiedlichen Verabreichungsformen zur Auswahl. Die Wirkstoffe sind sehr gut verträglich und von hoher Effizienz.

 

 

Zusammenfassung

Die Osteoporose gilt heute noch immer als „Frauenkrankheit“. Neue wissenschaftliche Daten widersprechen diesem Bild jedoch in vielerlei Hinsicht. Die Bedeutung der Osteoporose beim Mann nimmt rasant zu und erfährt erfreulicherweise im Rahmen der sich immer mehr etablierenden „Männergesundheit“ eine zunehmende Aufklärung, Thematisierung und Einleitung von Diagnostik und Therapie.